Ihr kennt das sicherlich: „Schatzi, bekomme ich irgendwann mal einen Ring von Dir?“ … so ganz offensichtlich ist das bei uns zwar nicht, aber dennoch stehe ich gerade vor der Aufgabe einen „Freundschaftsring“ zu suchen. Aller Anfang ist schwer. Wo bekomme ich jetzt die Ringgröße her? Gut, meine Herzallerliebste gibt mir in letzter Zeit so einige Winks mit dem Zaunpfahl, wie ich an die Ringgröße rankommen könnte.

Zualleroberst könnte ich ja die Größe von bestehendem, gut passenden Ring abmessen. Aber das wäre ja zu einfach 😉

Schließlich kam sie letzte Woche zu mir, um sich den Finger abmessen zu lassen, weil sie in ihrem Lieblings-Online-Shop einen ganz tollen Ring gesehen hatte, der dann aber leider in ihrer Größe vergriffen war

Ich, von meinen Abmesskünsten überzeugt, freue mich natürlich über den neuen Wissensgewinn und ordere kurz darauf in einem anderen Online-Shop genau diesen Ring.

Eines schönen Tages kommt sie dann aus der Stadt und erzählt: „Bin ich froh, dass der Ring damals vergriffen war. Ich bin eben in der Stadt bei einem Kaufhaus vorbei gelaufen und hab mal verschiedene Ringgrößen ausprobiert. Und stell Dir vor, das was Du gemessen hast stimmt gar nicht … meine Fingerchen sind viel dünner …“

Ich sag dazu nur „grrrrrrrrrrrr“.

Gut, Plan B. Ganz offensiv. Ich mag Heimlichtuerei eh nicht 😉
Zusammen sind wir also wieder in jenes Kaufhaus zum Ringeschauen gegangen. Natürlich ganz unverbindlich *grins*. Und tatsächlich muß ich mich ganz schön vermessen haben. Auch die Ausrede, dass eventuell der Finger aufgrund der starken sommerlichen Hitze der letzten Tage damals stark angeschwollen war, kann nicht zählen, da der Unterschied viel zu groß war.

Nun jedoch zum eigentlichen Sinn dieses Beitrags:
Ich wollte einfach mal betonen, dass der Service – trotz separater Schmuckabteilung- in dem großen Kaufhaus in Mannheim Zentrum einfach nicht das gelbe vom Ei ist. Wir haben uns brav bei den etwas teureren Schmuckstücken angestellt, um dort eine bessere Beratung zu bekommen, als bei den billig-Modeschmuck Tresen. Bei der Frage nach der Ringgröße, wurden wir jedoch zu eben jenem Modeschmuck-Tresen gebracht, mit der Aufforderung, mal ein paar auszuprobieren. Wenn einer passt, dann hätten wir ja die Größe. Super.
Zum Glück konnte ich noch drauf bestehen, dass wir anschließend noch zu einem richtigen Juwelier um die Ecke gegangen sind. Dort holte man gleich höchst professionelle Größen-Vergleichs-Ringe aus der Schublade. Und oh Wunder, die Daten stimmten nicht mit den vorherigen überein. Doch diesmal glaube ich sie. Und mein Entschluß steht auch fest, dass ich den Ring – es soll ja auch etwas Besonderes sein, nicht in einem Kaufhaus, sondern in einem Fachgeschäft kaufe – auch wenn man für die Qualität ein paar Euro mehr zahlen muss.

Notiz für mich: links eine Nummer kleiner als rechts